3 mal Postgender (+edit)

Wie wir ja alle längst wissen, sind Frauen und Männer komplett gleichberechtigt und absolut niemand kommt heute noch auf die Idee, die einen irgendwie zu benachteiligen oder zu bevorzugen.
Naja, fast alle. Weil es ja doch noch ein paar ZweiflerInnen gibt, trage ich hier mal die 3 Fälle aus diesem Jahr zusammen, die eindeutig zeigen, dass wir längst Postgener sind und Feminismus demzufolge überflüssig.

Hotpantsverbot
Der Sommer ist zwar schon wieder vorbei, aber das war doch ein netter Spaß. Mädchen sollten keine Hotpants oder allgemein aufreizende Kleidung tragen, weil dadurch würden ja die Jungs abgelenkt werden. Oder die Lehrkräfte. Andere halt. Und Ablenkungen in der Schule sind halt einfach total schlecht, das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.
Natürlich trifft das Gebot nur Mädchen, weil die zeigen ja Haut und Nacktheit ist für Sex und so wichtig. Würden die Jungen irgendetwas tragen, das die Mädchen ablenken würde oder sie attraktiv finden, wie Hosen in den Kniekehlen oder Cappys, Markenklamotten, Gesichter, hätte man das ja sicherlich auch verboten. Aber pubertierende Jungs sind ja grundsätzlich für alle Menschen auf diesen Planeten unattraktiv.
Also müssen die Mädchen halt Burkas… Äh ich meine große körperunbetonte T-Shirts tragen. Aber doch keine Burkas, das wären ja religiöse Symbole, mit denen Mädchen und Frauen in der Öffentlichkeit zensiert werden sollen. Total was anderes, als diese Schamshirts, mit denen Mädchen in der Schule zensiert werden sollen.
EDIT: Jogginghosenverbot
Hier noch der Beweis: Jungs sollen keine Jogginghosen tragen. Naja und vielleicht Mädchen keine peinlichen Leggins. Allgemeingeht es ja darum, dass Jugendliche an der Schule gefälligst so aussehen, wie sich die Erwachsenen das vorstellen. Ordentlich und so, denn wenn die schon gezwungen sind, die Hälfte des Tages gezwungenermaßen an einer Einrichtung zu verbringen, in der die sie nutzlose Dinge lernen (die sie zum Großteil nie wieder brauchen, selbst wenn sie die nicht binnen 2 Stunden nach einem Test vergessen) UND bei der jedx halbwegs gebildete Pädagogx weiß, dass die da lieber wegen Freunden und sozialen Kontakten hingehen, als dem Lernstoff, dann sollen die trotzdem so aussehen, wie bei einem Vorstellungsgespräch.
Der Einwand, dass es bei einem einen um Sexualität ging und bei dem anderen darum, dass manche Pädagogx den Schuss nicht gehört haben, ist irrelevant. Nur weil es bei dem einen darum geht, dass Mädchen sich zu aufreizend anziehen, bei dem anderen darum, dass Jungs nicht ordentlich genug aussehen, ist offensichtlich total dasselbe, auch wenn andere Worte benutzt, die einen anderen Inhalt haben. Rot ist übrigens dasselbe wie Kuchen.
Kein Sex mit Muslimen
Der Islam ist schlimm und gefährlich, ist doch trivial. Und jetzt wo die ganzen Flüchtlinge kommen, sollten unsere dummen Mädchen halt einfach nicht auf die Idee kommen, ihre eigenen sexuellen Wünsche aus Versehen mit Muslimen auszuleben. Die könnten ja schlimme Dinge tun, wie sie kontrollieren oder sie in ihre Religion oder ihren Lebensstil einführen. Sowas würden Nicht-Muslime nie tun, die sind alle total offen für alles und so.
Und das trifft halt natürlich nur Mädchen, weil es kommen ja eh nur junge Männer. Fliehende Frauen oder Kinder gibt es nicht. Also, die gibt es schon, aber die werden ja zurück gelassen. Und wie wir alle wissen, ist das schlimm – es will zwar niemand ändern und es gibt sogar Überlegungen, den Familiennachzug aus Kriegsgebieten auszusetzen, weil die Familie der fliehenden Männer besteht bestimmt auch nur aus Männern.
Dass die Mädchen bei uns dumm und hormongesteuert sind und muslimische Männer halt immer gefährlich sind, trifft halt zufällig nur ein Geschlecht. Hat total nichts mit rassistischen Vorurteilen gegenüber muslimischen Flüchtlingen zu tun oder damit, dass Mädchen die Fähigkeit abgesprochen wird, ihr Leben selbst zu bestimmen, ohne dass alte Männer ihnen nutzlose Ratschläge geben.
Oh ja und natürlich sind diese Muslime ungebildet und wollen trotzdem Sex. Worin genau eine abweichende Gefahr gegenüber ungebildeten Deutschen besteht, die auch Sex wollen? Natürlich am Ausweis. Und Ausweise sind wichtig.
Männer weinen nicht
Und zu guter letzt der offensichtliche Beweis, dass wir Postgender sind!
Schonmal Twilight gelesen oder gesehen? Vermutlich nicht. Naja man kennt ja diese Geschichte von der passiven und gebrechlichen Bella, die sich in den komischen Glitzervampir Edward verliebt und neben rumheulen und schlurfen entwickelt sich eine Art Liebesbeziehung, die angeblich ein total passives Frauenbild propagiert.
Aber das stimmt garnicht. Die Schreiberin der Romane hat das bewiesen, indem sie einfach die Geschichte nochmal mit vertauschten Geschlechtern schrieb und sich absolut nichts an den Verhaltensweisen geändert hat und alles ist ok.
Ich meine, es hat sich wirklich garnichts geändert. Klar, weil der Hauptcharakter nun ein Junge ist, weint er halt nicht und sieht die Pflegearbeit an seiner Mutter nicht als freundlichen Dienst, sondern als müßige Verantwortung. Und aus seiner Sicht ist die nunmehr starke Vampirin dargestellt wie eine angehende Mörderin, die ihn jeden Moment ne Kugel durch den Schädel jagt.
Aber nur weil diese herausgegriffenen 3 Änderungen zufällig komplett die Klischees befördern, welche von Feministx kritisiert werden, weil sie Mädchen und Jungen ein Rollenmodell nahelegen, welches schlicht und ergreifend nicht ihre realen Potentiale hinreichend diversifiziert darstellt…
Öhm das hat total nichts zu bedeuten, weil halt. Wer dafür weiterführende Gründe oder Ausführungen braucht ist doch doof. Manche Dinge sind halt offensichtlich. Ist doch logisch und trivial. Ich kann mir noch mehr sinnlose Worthülsen aus den Fingern saugen, um zu übertünchen, dass ich dafür kein Argument habe und einfach nur alle Leute beleidigen und diskreditieren will, die mir widersprechen.
Waaaas? Menschen die anderer Meinung sind persönlich anzugreifen ohne irgendwelche inhaltlich validen Argumente zu liefern, ist unredlicher, dummer Bullshit? Pah. Wenn ich jetzt noch anfange redlich zu argumentieren, dann würde ich ja demnächst noch anfangen zu denken und offensichtliche Tatsachen und Fakten in mein Weltbild übernehmen, statt mich in einem übersteigerten Bestätigugnsbias regelrecht krankhaft darauf zu versteifen, dass ich entgegen aller Wahrscheinlichkeit Recht habe mit wasauchimmer…
Gastbeitrag von Volker Hidiot und Eron Nie.
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